Ihr Ansprechpartner für Deckeldichtungen

Umfassende Anwendungsbereiche

Deckeldichtungen für höchste Anforderungen

Unsere Deckeldichtungen sorgen für eine sichere und zuverlässige Abdichtung in anspruchsvollen Anwendungen.
Ob für Hochdrucksysteme, thermische Belastungen oder besondere Sicherheitsanforderungen – wir bieten Ihnen die optimale Lösung für Ihre individuellen Anforderungen.

Typen

Doppelkonusdichtungen

Doppelkonus-Dichtungen werden durch die Schraubenvorspannkraft wie eine Ringfeder radial gestaucht. Üblicherweise reicht eine Vorspannung von ca. 1/3 bis 1/5 des Probedruckes, um die erforderliche Anfangsdichtheit zu erreichen. Damit die Dichtung nicht überlastet wird, ist zwischen Deckel und Dichtung nur ein begrenztes Spiel zulässig.

Doppelkonusdichtungen
Doppelkonusdichtungen Profil A19

Die Dichtung wird nach dem Vorspannen zunächst innen am Deckel anliegen. Bei Druckaufgabe federt sie dann um den gestauchten Betrag zurück und wird bei genügend hohem Innendruck zusätzlich elastisch aufgeweitet, so dass sie bei konstruktiv optimaler Gestaltung in allen Betriebszuständen zuverlässig dichtet.

Eine kostengünstige Überprüfung hinsichtlich Nachführbarkeit und Maßfestlegung von Doppelkonus-Dichtungen führen wir gern im Rahmen unseres Dichtungsberechnungsdienstes durch.

Die Abmessungen von Doppelkonus-Dichtungen sind nicht genormt. Dichtringe bis Ø 3200 mm sind zur Zeit lieferbar. Die Dichtflächen sind Kegelflächen mit dem Neigungswinkel α. Ein Neigungswinkel von α = 30 0 ist üblich, aber nicht in jedem Fall angemessen.

Oft sind auf jeder Konusfläche zwei oder drei Rillen von einigen Millimetern Breite und einigen zehntel Millimetern Tiefe angeordnet.
Die Rillen fixieren beigelegte Dichtfolien. Die Folien führen zu einem besseren Anfangsdichtverhalten.
Die Dichtfolien sollten nicht dicker als 1 mm sein. Bewährt haben sich Aluminium-, Kupfer-, Nickel- und Silberfolien in 0,5 mm bis 1 mm Dicke. Können die Dichtfolien nicht mehr in einem Stück aus dem Vormaterial gefertigt werden, so werden sie geschweißt ausgeführt. Die Dicke der Schweißstelle weicht dann um +0,1 mm bis -0,05 mm von der Foliendicke ab. Profil AR16 ist mit ballig ausgeführten Dichtflächen.
Die ballige Ausführung hat sich besonders bei unterschiedlichen Dehnungen und Biegungen der Bauteile bewährt, wenn keine Dichtfolien aus weichen Metallen zulässig sind.

ProfilQuerschnittWerkstoffk0 (mm)k1 (mm)Rz* (µm)
A16Doppelkonusdichtungen A16Stahl1,6 – 3,2
AR16Doppelkonusdichtungen AR16Stahl   
A19Doppelkonusdichtungen A19Cu, Ni,bDbD+53,1 – 6,3
Al, Ag6,3 – 12,5

Verschlussdeckeldichtungen

Verschlussdeckel-Dichtungen kommen als selbstdichtende Dichtung zum Einsatz, das heißt die erforderliche Dichtkraft wird nicht durch die Schrauben, sondern durch den Innendruck aufgebracht. Dadurch können Schrauben mit kleinerem Querschnitt gewählt werden.
Die ganze Verbindung wird somit kompakter.

Die Abbildung verdeutlicht das Konstruktionsprinzip. Bei hohen Drücken oder nachgearbeiteten Verschlüssen sind Kappen vorzusehen, damit der Graphit nicht in den Spalt zwischen Gehäuse und Verschlussdeckel extrudiert wird. Gedrückte Kappen bestehen aus 0,4 mm dickem Edelstahlblech 1.4541. Bei sehr hohen Drücken sind massive, gedrehte Kappen üblich.

Anhaltswerte für maximal überbrückbare Spalte:
b [mm]51015203040
s [mm]0,40,60,81,01,21,3

Als Spaltbreite s ist der gemittelte Spalt gemäß Abbildung zu verstehen.

Verschlussdeckeldichtungen
Verschlussdeckeldichtung

Im Neuzustand sollte der Spalt so eng wie möglich sein. Als Anhalt kann das angegebene Toleranzfeld dienen. Die Wahl und Ausführung bleibt dem Apparatehersteller überlassen.

Durchmesser d₂Toleranzfeld dG/dV
d₂ < 500mmD9/h8
d₂ > 500mmE8/h8

Der Verschlussdeckel kann gemäß Abbildung zur Erleichterung der Montage um 1° bis 2 ° abgeschrägt sein. Verschlussdeckel-Dichtungen haben einen rechteckigen oder einen innen (seltener außen) abgeschrägten Querschnitt.

Es steht eine bewährte Profilreihe in sieben Bauformen zur Verfügung, mit denen alle Dichtprobleme dieses Spektrums gelöst werden können. Die erforderliche Vorverformung zur Anpassung der Dichtflächen wird durch die Deckelspannschrauben aufgebracht. Bei der Auslegung der Schrauben ist je nach Einbaulage des Deckels auch dessen Gewicht zu berücksichtigen. Abhängig von der Profilreihe und der Geometrie der Dichtung ist zur ausreichenden Verformung eine entsprechende Flächenpressung beziehungsweise ein entsprechender Innendruck erforderlich.

Der erforderliche Mindestdruck, der für eine selbstdichtende Verbindung notwendig ist, wird hier mit pkrit bezeichnet. Mit d1 = Innendurchmesser und d2 = Außendurchmesser der Dichtung, sowie Dichtfaktor K gilt:

Dichtung Mindestdruck

Der Dichtfaktor K wurde in Versuchen ermittelt:

Aufbau und Werkstoff der DichtungP71P71kP71klP74P74kP75P75k
RZ* [µm]
Graphitring, Profilreihe P70 aus chemisch reinem Graphit, „RivaTherm“P71P71KP71KLP74P74KP75P75K12,5 bis    25
Faktor K (N/mm2 )1001109070807080

Der maximale zulässige Betriebs- oder Prüfdruck kann auch mittels des kritischen Druckes abgeschätzt werden. Die gewählten Toleranzen sowie das Fehlen oder Vorhandensein von Blechkappen oder gedrehten Stützkappen ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung.

Als Anhalt kann dienen:

DruckAusführung
pmax > 3 x pkritOhne Kappen
3 x pkrit < pmax< 6 x pkritMit Blechkappen
6 x pkrit < pmax< 12 x pkritMit gedrehter Stahlkappe

Einsatztemperaturen bis 650 °C (Medientemperatur) sind bei Verwendung von Kappen möglich.
In diesen Fällen ist sicherzustellen, dass die Kappen ohne Beschädigungen durch die Montage bleiben.

Nur komplett gekapselte Verschlussdeckel-Dichtungen sind weitgehend vor Oxidation geschützt.

Deltadichtung

Die Deltadichtung stellt aufgrund ihrer geometrischen Form hohe Anforderungen an die Genauigkeit der Dichtnuten. Bedingt durch das Herstellverfahren und den daraus resultierenden Genauigkeiten werden Deltadichtungen für Hochdruckautoklaven und Hochdruckverbindungen nur bis max. 2000 mm eingesetzt, wobei der überwiegende Teil unter 1000 mm liegt.

Aus dem Keilprofil ergibt sich eine hervorragende Anfangsdichtheit durch zum Teil plastische Verformung der sich gegenüberliegenden Spitzen der Dichtung beim Aufbringen der Schraubenvorspannkraft. Die radial selbstdichtende Wirkung tritt aufgrund des hohen Innendruckes durch elastisches Aufweiten der Dichtung ein.

Delta-Dichtungen sind nicht geeignet, wenn pulsierende Drücke auftreten. Zusätzliche Dichtfolien sind nicht sinnvoll und auch nicht üblich.
Delta-Dichtungen werden in der Regel aus nahtlosen Ringen gefertigt. Der Dichtwerkstoff sollte möglichst weicher als der Flanschwerkstoff sein. Dabei ist auf genügend hohe Zeitstandfestigkeit des Werkstoffes zu achten. Die Dichtung ist nur geringfügig höher als die Summe der Dichtnuttiefen. Deshalb muss bei nachgearbeiteten Nuten eine neue Dichtung mit größerer Höhe eingebaut werden.

Wir fertigen Delta-Dichtungen nach Ihren Unterlagen aus allen üblichen Werkstoffen.

ProfilQuerschnittWerkstoffk0 (mm)k1 (mm)Rz* (µm)
A15Deltadichtung Profil A15Stahl1,6 – 3,2
Delta-Dichtung: Anwendung als Deckeldichtung

Delta-Dichtung: Anwendung als Deckeldichtung